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Digitalisierung zu Lasten der Gesundheit?

Bürgerdialog - Veranstaltungen zum 5G-Ausbau mit Prof. Dr. Klaus Buchner, MdEP

Die Digitalisierung erfährt durch die aktuelle Corona-Pandemie eine Beschleunigung. Bei aller Notwendigkeit einer guten digitalen Infrastruktur werden beim rasanten Ausbau eines 5G-Netzes die Gesundheitsrisiken und die Vorsorge-Verpflichtung des Staats viel zu wenig in der Öffentlichkeit diskutiert. Prof. Dr. Klaus Buchner, Mitglied des Europäischen Parlaments für die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP), begleitet die Ausbaupläne kritisch. Mit zwei Online-Veranstaltungen möchte er mit Bürgerinnen und Bürgern sowie ausgewiesenen Experten zu dem Thema diskutieren. 

Mit der Versteigerung von 5G-Lizenzen in Deutschland und den meisten anderen europäischen Staaten scheint der Aufbau eines flächendeckenden schnellen Mobilfunknetzes in der öffentlichen Wahrnehmung alternativlos. Prof. Buchner, der sich seit vielen Jahren mit den gesundheitlichen Risiken von Mobilfunk auseinandersetzt, ist überzeugt, dass nicht von einer Unbedenklichkeit der Strahlen ausgegangen werden kann. 

„Der 5G-Ausbau wird vor allem von der Telekommunikations-Industrie vorangetrieben und einzelne staatliche Institutionen wie das Bundesamt für Strahlenschutz erteilen einen Freifahrtschein. Ich sehe daher vor allem die EU in der Verantwortung, ihrem Vorsorgeprinzip folgend, die Folgen von Mobilfunkstrahlung, vor allem nach dem neuen 5G Standard, im Detail zu erforschen und zu berücksichtigen,“ so Prof. Buchner bei der Vorstellung seiner beiden Veranstaltungen. 

Die Bürgerinnen und Bürger dürfen nicht im Ungewissen darüber gelassen werden, was im wahrsten Sinne des Wortes, über ihren Köpfen installiert wird. „Die Strahlungsleistungen im Bereich 5G sind nicht vergleichbar mit den bisherigen Mobilfunkstrahlen, die Risiken für die menschliche Gesundheit und die Natur sind daher größer“, so Prof. Buchner weiter. 

Dabei möchte Prof. Buchner nicht als Gegner schneller Internet- und Datenverbindungen wahrgenommen werden: „Internet und ein flächendeckender Netzausbau sind im digitalen Zeitalter notwendig. Allerdings sollte neue Technologie mit Augenmaß eingesetzt werden. Für ganz viele Anwendungen und in den allermeisten Bereichen sind bereits bestehende Technologien vollkommen ausreichend.“

Prof. Buchner möchte das Thema 5G ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken und organisiert dazu zwei Online-Veranstaltungen: 

Am 01. Juli 2020: „Digitalisierung zu Lasten unserer Gesundheit? Bürgerdialog zum Ausbau des 5G Mobilfunknetzes“. Um 18 Uhr diskutieren der Journalist Harald Schumann, und der ehemalige Verwaltungsrichter Bernd Irmfrid Budzinski mit den Bürgerinnen und Bürgern die gesundheitlichen Risiken von 5G. 
Eine Teilnahme ist kostenlos für jeden möglich, der sich unter folgendem Link registriert: https://attendee.gotowebinar.com/register/2729649074171031564

Am 02. Juli 2020: „Braucht Europa mehr Vorsorge beim 5G Ausbau? Fachdiskussion zu aktuellen Grenzwerten und zur Anwendung des Vorsorgeprinzips“. Um 18 Uhr diskutieren die Experten Univ.-Lekt. Dr. med. Piero Lercher (Umweltmedizin, Österreichische Ärztekammer), Prof. Dr. Wilhelm Mosgöller (Krebsforschung, Medizinische Universität Wien) und Rechtsanwalt Prof. Dr. jur. Hans-Jürgen Müggenborg (Kanzlei für Umwelt- und Technikrecht) und beantworten Fragen von Bürgerinnen und Bürgern. 

Eine Teilnahme ist kostenlos für jeden möglich, der sich unter folgendem Link registriert: https://attendee.gotowebinar.com/register/4179886219510547468

Prof. Buchner freut sich auf eine rege Beteiligung an den Veranstaltungen: „Das neue Online-Format kann dazu beitragen, das Thema noch besser ins öffentliche Bewusstsein zu bringen. Ich freue mich auf die spannende Diskussion und werde sicherlich viele Erkenntnisse aus den Veranstaltungen in meine Arbeit einfließen lassen.“

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Webseite von Prof. Buchner oder Sie wenden sich direkt an folgende Kontakte: 

Claude Kohnen - kohnen@klausbuchner.eu

Marie-Sophie Wenzel - marie-sophie.wenzel@europarl.europa.eu


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